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Was ist ein Feinstaubfilter?

Was ist ein Feinstaubfilter?

Die Geschichte des Laserdruckers begann im Jahr 1937 als Chester F. Charlson sein Patent zur Elektrophotographie anmeldete. Bis Charlson jedoch die Welt von seiner Erfindung begeistern konnte, vergingen 13 Jahre. Erst 1950 wurde der erste Trockenkopierer von Haloid (heute Xerox) veröffentlicht.

Heute sind Laserdrucker weit verbreitet. Ihre Popularität brachte diesen Geräten aber auch negative Schlagzeilen. 2008 veröffentlichte computerbild.de einen Testbericht zur Feinstaubbelastung von Laserdruckern, der so stark wie im Berufsverkehr sein soll. Die Meinungen rund um den Feinstaub gehen zum Teil stark auseinander. Doch woher kommt überhaupt die Annahme, dass er gefährlich sein kann?

Die mögliche Gefahr von Feinstaub

Laserdrucker sollen Experten zufolge dasselbe Problem wie Autos haben: Sie stoßen Feinstaub aus. In Laserdruckern kommt ein Toner zum Einsatz, der krebserregende Stoffe besitzt. Forschern zufolge kann dieser Feinstaub in die Lunge und somit den menschlichen Organismus gelangen.

Wie gefährlich der Feinstaub aus Laserdruckern genau ist, lässt sich schwer sagen. Der Bürgerinitiative nano-Control (PDF; 73 KB) zufolge sollen 2.000 Menschen an Beschwerden durch Feinstaub aus Laserdruckern leiden. Die Studie wurde jedoch 2004 eingeleitet und ist inzwischen veraltet. Dennoch belegt sie, dass der Feinstaub durchaus problematisch sein kann. Seine Krankheitserscheinungen umfassen Beschwerden wie Kopfschmerzen und Husten bis hin zu Asthma. Einige Forscher sind sogar davon überzeugt, dass die Schwermetalle im Toner im schlimmsten Fall Krebs erregen können.

Feinstaubfilter: Die Lösung für das giftige Problem

Das Problem mit dem Feinstaub ist Betroffenen und Herstellern bekannt. Erstere (meist Unternehmen und Behören) können häufig nicht auf alternative Drucker umsteigen, da sie bei großen Mengen nicht so effizient arbeiten. Glücklicherweise gibt es eine Lösung für den Feinstaub - ein spezieller Filter.

Feinstaubfilter werden inzwischen von verschiedenen Unternehmen angeboten. Ihr Ziel ist es, die Belastung durch Tonerpartikel und Feinstaubkonzentration zu reduzieren. Bei einigen Laserdruckern ist der Feinstaubfilter ab Werk integriert. Hier gibt es jedoch Unterschiede:

  • bei einigen Laserdruckern muss der Feinstaubfilter regelmäßig ersetzt werden
  • bei anderen Geräten ist der Feinstaubfilter in der Tonerkartusche und wird mit ihr ausgetauscht

Je nach Druckaufwand hat ein Feinstaubfilter eine Haltbarkeitsdauer von sechs bis zwölf Monaten. Somit sollte er spätestens nach einem Jahr ersetzt werden.

Bei uns im Shop gibt es einen speziellen Ozon- und Feinstaubfilter, welcher nicht nur Feinstaub filtert, sondern auch Stoffe wie Ozon, Benzol und Toluol.

Funktion und Montage des Feinstaubfilters

Feinstaubfilter bestehen in der Regel aus Vliesstoffen, welche in mehreren Lagen aufgebaut sind. Sie können Feinstpartikel dauerhaft festhalten und darin hindern, in die Raumluft zu gelangen. Ein dreilagiger Filter funktioniert wie folgt:

  • die erste Lage filtert große Partikel
  • die mittlere Schicht ist elektrostatisch geladen
  • die letzte Lage hält die kleinsten Partikel auf

Die Installation des Feinstaubfilters ist simpel. Er wird in der Regel mit einem selbstklebenden Klettband befestigt. Bei einigen Druckern ist der Luftschlitz so groß, dass einer unserer Feinstaubfilter nicht ausreicht. In diesem Fall müssen Sie zwei Filter kaufen.

Vor der Montage sind folgende Vorbereitungen zu treffen:

  • Bereich rund um Abluftschlitz mit Reinigungsmitteln säubern
  • die Oberfläche muss frei von Staub, Trennmitteln, Oxiden und Öl sein
  • die verwendeten Reinigungsmittel dürfen das Material nicht angreifen

Anschließend wird der Feinstaubfilter montiert. Dieser wird so fixiert, dass der Abluftschlitz des Laserdruckers komplett bedeckt ist.

Weitere Sicherheitsmaßnahmen

Neben dem Einsatz eines Feinstaubfilters gibt es weitere Maßnahmen, mit denen man das Gesundheitsrisiko minimieren kann:

  • Standort: Der Laserdrucker sollte in einem separaten Raum aufgestellt werden. Weiterhin muss die Abluft nicht in Richtung eines Arbeitsplatzes gerichtet sein.
  • Belüftung: Der Standort für den Laserdrucker muss gut belüftet sein, damit Feinstaub abziehen kann.
  • Nahrungsmittel: Getränke, Nahrungsmittel und Ähnliches gehören nicht in die Nähe des Laserdruckers. Auch die Küche sollte sich nicht in unmittelbarer Nähe befinden.
  • Kontakt: Sobald der Toner leer ist, muss er mithilfe von Handschuhen und einer Atemmaske ausgetauscht werden. Dabei muss man den Hautkontakt meiden. Sollte Toner verschüttet werden, diesen mit einem feuchten Tuch aufnehmen.
  • Reinigung: Die Reinigung des Laserdruckers sollte einmal täglich, beispielsweise nach Feierabend, erfolgen. Es gibt spezielle Tonerstaubsauger, die den unsichtbaren Staub restlos entfernen.

Natürlich hilft es auch, beim Kauf eines Laserdruckers auf die Höhe der Emissionen zu achten. Gütesiegel wie der blaue Engel können hier behilflich sein.

Artikelbild: © elmakif / Istockphoto.com